Was für ein Theater!

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„Schule einst und heute“ von Michaela Zarfl und Rudolf Gigler

„Immer wieder wird behauptet, dass die Schüler früher anders waren als heute. Manche sagen, sie wären besser gewesen, einige behaupten, sie wären braver und ordentlicher gewesen als die Schüler der heutigen Zeit. Ob das stimmt? Bald werden wir es wissen, weil wir heute Blicke in eine Schulklasse von einst und von heute werfen können.“

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Theaterprojekt der Viertklässler an der Grundschule Hochstätt

Es muss nicht immer gleich die große Aufführung sein, auch nicht die große Bühne. Theater bedeutet für Kinder – auch im kleinen Rahmen – eigentlich viel mehr. Theater ist eine Welt, in der sie ihre persönlichen Grenzen kennenlernen und trotzdem mutig über den eigenen Schatten springen können. Es geht nicht darum, wer die größte Rolle bekommt, es geht nicht um Noten. Es geht um Neugier und Mut, aber auch um Disziplin und Ausdauer.

Aus den anfangs vorsichtigen, vielleicht sogar skeptischen Kindern wuchsen im Laufe der Proben selbstbewusste Schauspielerinnen und Schauspieler, die ihre Vorschläge und Ideen in das Stück einbrachten und mit großem Engagement ihre Rollen immer intensiver ausfüllten und auf der Bühne umsetzten. Sie arbeiteten in dieser Zeit wie ein eingespieltes Team und unterstützten und respektierten sich gegenseitig. Es wurde nie über die anderen gelacht, höchstens über sich selbst. Wir Erwachsenen gaben ihnen in dem Fall nur den Rahmen vor, die Kinder selbst erweckten das Stück zum Leben.

Den Lohn für ihren Einsatz durften die kleinen Künstler dann vor kurzem bei zwei Aufführungen reich ernten. Einmal spielten sie vor all ihren Mitschülern und einmal vor richtig großem Publikum, als Eltern, Großeltern und Freunde den Theaterraum am Abend füllten.

Immer wiederkehrender Szenenapplaus und ein lang anhaltender Schlussapplaus zeigten, wie begeistert das Publikum war. Alle konnten mächtig stolz auf sich sein, auch die Kinder hinter der Bühne und um die Bühne herum, die einen ebenso wichtigen Teil zum Gelingen der Aufführungen beigetragen hatten, wie die Akteure auf der Bühne selbst.

Allein der Kommentar von einigen Eltern „Ich hätte nie gedacht, dass sich meine Tochter/mein Sohn so etwas traut, sich einfach so da vorn hinstellt und spielt …“, zeigt, welche einzigartigen Erfahrungen die Bühne und das Theaterspiel möglich macht. Hier ist Schule nicht mehr nur der Ort für den klassischen Unterricht, sondern bietet noch wesentlich vielfältigere Lern- und Lehrmöglichkeiten.

Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir an unserer Schule einen eigenen Theaterraum mit Bühne besitzen und werden diesen auch in Zukunft weiter dafür nutzen, um unseren Schülern die Chance zu ermöglichen, über sich selbst hinauszuwachsen!

Jutta Lehtinen und Magdalena Öttl

 

 

 

 


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