Vom Gras zur Milch – Die Kuh eine Verwandlungskünstlerin

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Die Klasse 3a besuchte am 03.07.2019 den Springerhof in Schechen. Der Springerhof wird biologisch bewirtschaftet von Martin und Christa Rinser und gehört zu den Naturland Betrieben. Auf dem Hof der Familie Rinser gibt es viele Tiere: 62 Kühe, 19 Pferde, 15 Hühner, Katzen und 2 Hasen.

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Martin und Christa haben sich viel Zeit genommen und führten uns auf ihrem Bauernhof herum. Zuerst zeigte uns Martin den Kuhstall. Für die Kühe ist es wichtig, dass sie gutes Futter wie Gras, Heu und auch Kraftfutter bekommen. Sie fressen im Sommer 55kg pro Tag. Die Kuh ist ein Wiederkäuer. Sie hat vier Mägen, den Pansen, den Netzmagen, den Labmagen und den Blättermagen. Durch das Wiederkäuen können die Kühe auch minderwertiges Futter verwerten, viel davon herunterschlucken und es dann in Ruhe aufbereiten und verdauen. Kühe lecken gerne an Salzsteinen und brauchen genügend Auslauf. Tagsüber können die Kühe selbst entscheiden, ob sie auf die Weide wollen oder im Stall bleiben. Jederzeit kann die Kuh an den Melkroboter. Vorne ist ein Behälter mit Futter zur Ablenkung und hinten werden Schläuche an die Zitzen angeschlossen. Vorher werden die Zitzen mit kleinen Bürstchen gereinigt. Wurde die Kuh schon gemolken, erkennt das der Sensor, den jede Kuh am Halsband trägt. Ungefähr 20 Liter Milch produziert die Kuh täglich. Wir haben ausgerechnet, dass bei 60 Kühen täglich 1200 Liter Milch in den Milchtank geleitet werden. Die Berchtesgadener Milchwerke holen nur jeden zweiten Tag die Milch ab, deshalb fasst der Tank 2400 Liter Milch. Martin erklärte uns auch die große Bedeutung der Gülle. Der hohe Gehalt an Stickstoff, Phosphor, Kalium und anderen Nährstoffen machen die Gülle zu einem wichtigen Dünger für die Wiesen. In der Öko-Landwirtschaft hat ein fruchtbarer Boden eine zentrale Bedeutung. Ein Öko-Boden zeichnet sich durch eine bessere Struktur und mehr Bodenleben aus. In einem Quadratmeter Boden leben bis zu 600 Regenwürmer. Sie bauen die Humusschicht auf.

Auf dem Bauernhof können auch Feriengäste übernachten. Für zwei Wohnungen ist Christa verantwortlich. Christa versorgt auch die Kälbchen und hilft im Stall mit. Mit ihr stellten wir Butter her. Durch kräftiges Schütteln von Süßrahm in einem geschlossenen Behälter trennten wir die Butter von der Buttermilch. Die Butter schmeckte auf einem Brot mit Apfelgelee und mit Kräutern und Blüten sehr gut.

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Auf diesem Unterrichtsgang haben wir viel über die Landwirtschaft gelernt und viele Informationen erhalten. Wir bedanken uns recht herzlich bei der Familie Rinser für die freundliche Aufnahme und die Zeit, die sie uns geschenkt hat.

Klasse 3a

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