„Sie haben die Schule zum Blühen gebracht“

… mit diesen Worten begann Herr Bürgermeister Holzmeier seine Rede bei der Verabschiedung von Frau Rektorin Christine Höfling zum Ende ihres Berufslebens und damit auch zum Ende ihrer Amtszeit an der Grundschule Hochstätt. Dabei bezog er sich aber nicht nur auf den für alle weithin sichtbaren Blühstreifen, der im Moment in allen Farben des Regenbogens vor der Turnhalle zu bewundern ist, sondern meinte insbesondere die vielen kleinen positiven Veränderungen, die Frau Höfling in den vergangenen sechs Jahren bewirkt hat. Sie sei ihrer Zeit oft voraus gewesen und habe innerhalb kürzester Zeit für die Schule und ihre Schülerinnen und Schüler dank ihrer sehr sympathischen und offenen Art, gepaart mit einem Schuss Gelassenheit und ganz besonders mit ihrer charmanten Hartnäckigkeit sehr viel erreicht, habe der Schule ihren Stempel aufgedrückt und hinterlasse sehr große Fußstapfen.

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Auch Herr Schulamtsdirektor Müller würdigte die Chefin der Schule als eine Frau mit Power, die immer vor Ideen nur so gesprudelt habe, als jemanden, der viele Kinder geprägt, begleitet und ihnen Leitplanken gegeben habe, innerhalb derer sie sich hätten entwickeln können. Frau Höfling habe immer Leistung, nicht nur geistige, sondern insbesondere auch soziale Leistung eingefordert. Herr Müller dankte ihr für die hervorragende pädagogische Weiterentwicklung der Schule, für den unermüdlichen Einsatz, das Pflichtbewusstsein, den Fleiß und die Hingabe an den Beruf. Als sichtbares Zeichen des Eintritts in den Ruhestand übergab er ihr nach 43 Dienstjahren die Urkunde der Regierung von Oberbayern.

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Den guten Wünschen der Vorredner schlossen sich Stefanie Böcklein als Vertreterin des Lehrerkollegiums und Vanessa Bruckner als Elternbeiratsvorsitzende an.

Frau Böcklein betonte, dass Frau Höfling gegenüber den Ideen und Vorstellungen von modernem Unterricht stets aufgeschlossen gewesen sei und beim Einsatz für die Schüler, die Lehrer und die Schule im Allgemeinen großes Durchhaltevermögen bewiesen habe. Frau Bruckner stellte die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit heraus. Die Schulleiterin hätte immer ein offenes Ohr gehabt, auch wenn es einmal etwas kompliziertere oder schwierigere Dinge zu besprechen gegeben habe.

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Um die offiziellen Reden herum gestalteten alle Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Lehrerinnen für ihre Rektorin eine heitere, ausgelassene und manchmal auch nachdenkliche Abschiedsfeier, bei der sich alles um Höflings große Leidenschaft, das Berggehen, drehte. Die Bühne war einer Almwiese nachempfunden, auf Strohballen wurde eine Picknickdecke ausgelegt, für die jedes Kind ein Stückchen Stoff mitgebracht hatte. Diese füllte sich nach und nach mit Dingen, die man für eine „gscheide“ Bergtour braucht: Brotzeitbrettl, Käse, Speck, Baguette, Taschenmesser, Becher, Wein; eine gute Lektüre sowie Musik durften natürlich auch nicht fehlen.

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Durch das Programm führte ihre Klasse 3a und überraschte mit dem auf ihre Klassenlehrerin zum Abschied umgetexteten Bienensong. Die Klasse 3b rührte mit dem Lied „Pädagogin aus Passion“ zu Tränen und der Lehrerchor schickte mit „Zwischen Himml und Erdn“ viele gute Wünsche hinterher. Auch alle anderen Beiträge wurden mit sehr viel Liebe zur Aufführung gebracht und spiegelten damit die Wertschätzung und den Respekt, den man für Frau Höfling empfindet, wider. Die gesamte Schulfamilie feierte ihre Rektorin.

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Frau Höfling selbst stellte in ihrer Rede heraus, dass sie immer gern Lehrerin gewesen sei und dass sie Schule als Lebensaufgabe angesehen habe. Sie bezeichnete Hochstätt dabei als „unsere kleine Schule, unser kleines Paradies“. Im Folgenden dankte sie Herrn Holzmeier, für die Wertschätzung und Anerkennung der schulischen Arbeit und auch Herrn Müller, dass ihm die Belange der Grundschule Hochstätt immer am Herzen gelegen seien. Durch das engagierte Mitwirken des Kollegiums, des Elternbeirates, der gesamten Elternschaft und aller anderen Beteiligten, sei es möglich gewesen, kompetenzorientierten Unterricht zu gestalten. Außerdem bedankte sich Frau Höfling ganz besonders bei ihrer Familie, die häufig Verständnis aufbringen und auch verzichten musste, wenn die schulischen Verpflichtungen im Vordergrund standen.

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Die scheidende Rektorin gab zu, dass sie zwar auf der einen Seite ein durchaus mulmiges Gefühl habe, wenn sie an die kommende Zeit denke, dass sie sich aber auf der anderen Seite gerade auch auf diese Zeit, die es nun zu füllen gelte, freue. An erster Stelle werden dabei ihre Enkelkinder stehen, aber auch die Berge, die Natur und der Sport werden nicht zu kurz kommen.

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Für all das wünschen wir unserer (ehemaligen) Rektorin alles Gute und sagen:

Pfiad di God Frau Höfling und machs guad!

 

Für das Kollegium: Christina Nowak

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