Das Innmuseum in Rosenheim

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Die Klassen 4a und 4b besuchten mit ihren Lehrkräften Frau Obermaier und Frau Höfling am Donnerstag, den 22.03.2018 das Innmuseum in Rosenheim.

Frau Schweighofer, unsere Museumsführerin erzählte uns vom Flusslauf des Inns. Sie erklärte, dass der Inn als Transportweg für Getreide, Wein, Speiseöl, Gewürze, Salz, Stoffe und Tabak lange Zeit genutzt wurde. Die Fahrt flussabwärts war sehr gefährlich und viele Schiffsleute und Zugtiere wurden für den Schiffszug gebraucht. In der Schopperwerkstatt konnten wir den Bau dieser einfachen Holzschiffe näher ansehen. Besonders gefiel uns das Kuchlschiff, eine 15m lange Plätte. Die Ausrüstung und die Mannschaft waren auch zu sehen. Frau Schweighofer berichtete, dass die Schiffer nicht schwimmen konnten und somit bei Gefahr beim Schiff blieben. Sie versuchten die Waren und das Schiff zu retten und schwammen nicht weg, um ihr eigenes Leben zu retten. Für den Schiffszug wurden auch viele Seile benötigt. Wenn ein Schiffszug 5 mal unterwegs war, mussten die Seile erneuert werden. Deshalb hatte Rosenheim 1815 fünf Seilermeisterbetriebe. Diese stellten mit dem Spinnrad aus dem Hanf Garn her und drehten drei bis vier Garnstränge mit verschieden Vorrichtungen zu Seilen zusammen. Frau Schweighofer erzählte uns auch, dass es Goldfunde im Inn gab. Winzige Plättchen und Flimmerchen wurden gefunden. Es lohnte sich also nicht nach Gold zu schürfen, da die Funde sehr gering waren und auch abgeliefert werden mussten. Wie gefährlich der Inn war, zeigen die Marterln und Votivtafeln. Die Menschen hatten vor dem Flussgott Aenus Angst. Sie glaubten er fordere drei Menschenleben pro Jahr. So retteten sie einen ins Wasser gefallenen Schiffer nicht, um den Flussgott nicht sein Opfer streitig zu machen und ihn nicht zu ärgern. Schließlich machten wir noch einen kleinen Spaziergang am Ufer entlang und kamen zu einer historischen Zementplätte. Sie verunglückte im 19. Jahrhundert. Ihre Reste wurden geborgen und die Plätte wieder hergestellt. Erst jetzt konnten wir die Anstrengung der Schiffer verstehen, so einen Schiffszug flussabwärts in Bewegung zu halten.

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Zum Schluss bedankten wir uns bei Frau Schweighofer für die abwechslungsreiche Führung und stellten fest, dass wir alles gar nicht sehen konnten und dass wir sicher noch einmal mit unserer Familie das Innmuseum besuchen werden.

Klasse 4b

 


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